Über 50 Menschen kamen am Sonntag zusammen und brachten gut erhaltene Kleidungsstücke in die L14Zwo, um sie dort gegen andere Klamotten zu tauschen. Bereits vor dem Start bildete sich eine Traube ungeduldiger Gäste vor dem Eingang. Darunter auch „viele neue Gesichter“, freute sich Verena Schulenberg, die gemeinsam mit Cordula Widmann, Steffi Freudenberg und Corinna Papenheim die Veranstaltung organisiert. „Es gibt viel zu viele Klamotten auf der Welt. Wir wollen mit dem Kleidertausch einen Anreiz zur Nachhaltigkeit setzen“, erklärte sie im Vorfeld und Widmann fügte hinzu: „Rund 85 Prozent des Mikroplastiks im Ozean, stammt von Kleidung.“ Zweck der Kleidertauschparty sei es, Textilmüll zu reduzieren, erklärte sie weiter.
Rund 1000 Schuhe, Blusen, T-Shirts, Hosen, Jacken, Pullover und allerhand Accessoires wurden dieses Mal zusammengetragen und bei der Party getauscht. Diese stammten alle von den Gästen der Veranstaltung, berichtete Widmann stolz: „Da haben wir nichts beigesteuert. Das wurde alles heute vorbeigebracht.“ Im Vorfeld hätte das Team des Kleidertauschladens immer Sorge, dass zu wenig Leute kommen könnten, es sei aber noch nie enttäuscht worden. „Es bleibt immer noch ein ‚Haufen Züch‘ übrig“, lachte sie. Die Teilnehmer entrichteten einen kleinen Eintritts-Obulus von zwei Euro und durften dann so viele Stücke mitnehmen wie sie mochten. „Wir hoffen, dass alle heute hier ein Lieblingsstück finden“, sagte Widmann. Die nächste Kleidertauschparty findet im Herbst statt.
